Vorwort - Wiki
  Index
  Aberglauben - Wiki
  Alltag
  Bauwesen
  Burg - Wiki
  Chronik
  Ernährung - Wiki
  Erziehung
  Fahrende
  Gesellschaft
  Handel
  Handwerk - Wiki
  Heraldik - Wiki
  Herrscher
  Hexenwahn - Wiki
  Juden - Wiki
  Kirche - Wiki
  Krankheiten
  Kreuzzüge - Wiki
  Kriege
  Kunst - Wiki
  Lexikon
  Literatur - Wiki
  Medizin - Wiki
  Musik - Wiki
  Personen
  Pest - Wiki
  Prostitution - Wiki
  Reiche
  Ritterorden - Wiki
  Rittertum - Wiki
  Sagenwelt - Wiki
  Stadt - Wiki
  Strafrecht - Wiki
  Völker
  Waffen - Wiki
  Wissenschaft
  Zeitalter
  Zünfte - Wiki
   
   

  Japan
  Afrika
   
   
   
   
   

   
  Forum
  Gästebuch
  Kontakt
  Quellen
  Impressum
  Spenden
 

Hier geht es direkt weiter zum Artikel Juden im Mittelalter

 

Das Römische Reich unter www.roemische-imperium.de.

Witz und Spass unter www.ichmussmal.de.

Die Steinzeit unter www.die-steinzeit.de.

Werden Sie Mitglied bei "Mein Mittelalter" auf google+ und folgen Sie uns bei Twitter oder Facebook und erfahren sie stetig Wissenswertes und Neuigkeiten rund um das Mittelalter, die dunkle Zeit.

Wenn Ihnen das Angebot von Lehnswesen.de gefallen hat, können Sie gerne mit einer beliebig großen Spende dazu beitragen, dass es dieses Angebot auch in Zukunft noch gibt. Jeder Cent ist dabei willkommen und Lehnswesen.de dankt herzlichst. Hier bitte spenden.

 

 

Das Judentum im Mittelalter

lehnswesen.de

Eine besondere Gruppe innerhalb der städtischen Bevölkerung bildeten die Juden. Als Nichtchristen waren sie an sich rechtlos; doch bereits seit der Karolingerzeit standen sie unter dem besonderen Schutz des Königs, der es ihnen erlaubte gegen die Zahlung bestimmter Abgaben, nach ihrer Glaubensüberzeugung und nach ihrem eigenen Recht zu leben.

Seit dem 13.Jahrhundert gestattete das Königtum den fürstlichen Landesherren durch Einzelprivilegien wie auch im Wege der Gesetzgebung (Goldene Bulle), den Judenschutz in ihren Territorien auszuüben. Der königliche Judenschutz blieb vor allem auf die Juden in den Reichsstädten, die im Spätmittelalter als »Knechte der königlichen Kammer« angesehen wurden, beschränkt.

Die Kirche trat bereits im Hochmittelalter für eine strenge Isolierung der Juden von der christlichen Bevölkerung ein. So wurden ihnen in den Städten bestimmte Wohnviertel (Gettos) zugewiesen; seit einem Beschluss des Laterankonzils vom Jahre 1215 waren sie gehalten, eine besondere Kleidung als Kennzeichen zu tragen (spitzer Hut und gelber Fleck). Christen war es untersagt, mit Juden in Tischgemeinschaft zu leben oder als Dienstboten für sie zu arbeiten.

Da Juden vom üblichen Berufsfeld des Handwerkers und Gewerbetreibenden ausgeschlossen waren, waren sie darauf angewiesen, ihren Lebensunterhalt durch Geldge-schäfte, vor allem durch den Geldverleih gegen Faustpfänder und Zinsen, zu bestreiten. Die hierdurch bewirkte Verschuldung breiter Bevölkerungskreise verschärfte die bereits bestehenden Aversionen, die sich dann von Zeit zu Zeit in furchtbaren Judenverfolgungen (Pogromen) und -vertreibungen niederschlugen; dabei dürfte sicher sein, dass innerhalb der Motive, die zu diesen Untaten führten, die materiellen Beweggründe der Schuldner eine ganz zentrale Rolle gespielt haben.

Juden im Mittelalter lehnswesen.de Juden im Mittelalter lehnswesen.de